Neue Angebote digital und auf Papier
19.04.2020
1. Sonntag nach Ostern- Online-Gottesdienst aus Husby und die neue Wochenandacht aus unserer Gemeinde. In Andachtsbriefchen auch an der Kirchentür.
Wieder ein Sonntag ohne Gottesdienstfeiern im "echten Leben". Leider wird es wohl noch ein bisschen so weitergehen. Gewöhnen kann man sich daran schwer.
Aber es gibt auch wieder viele Online-Angebote für Menschen mit Internet oder den Fernsehgottesdienst.
Auch wir in der Kirchenregion Angeln-Nordwest haben wieder einen Gottesdienst online gestellt, den man sich in Ruhe zu Hause mit der Familie ansehen kann.
Hier der Link zu dem Youtube-Kanal von Jörg Arndt:
https://www.youtube.com/watch?v=Qu_HjCRliR4
Die neue Wochenandacht mit Gedanken zum Wochenspruch von Quasimodogeniti können Sie auch hier lesen:
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.
<1. Petrus 1,3>
Grün ist die Hoffnung. Wenn man aus dem Fenster schaut oder dieser Tage vor die Tür geht, sieht man es. Nach einem tristen, traurigen und dunklen Winter wird draußen alles grün, hell und bunt. Das ist Auferstehung: aus dem Dunklen steht etwas Schönes, Neues, Lebendiges auf.
Jesus hat es uns auf drastische Weise vorgemacht, aber so geht es doch auch uns im Leben.
Wo erleben wir Auferstehung? Auferstehung aus schwerer Krankheit, während der wir gehofft haben, dass wir wieder gesund werden. Nach Unfällen, nach schweren Zeiten, nach Corona. Wir alle tragen doch die von Gott geschenkte Hoffnung in uns, dass es nach der Krise weitergeht. Dass andere, bessere und hellere Zeiten wiederkommen. Vielleicht bessere als davor.
Was wären wir ohne diese Hoffnung, die uns irgendwie aufrecht hält. Die uns Kraft und Mut gibt zum Weitermachen. Hoffnung geht immer vom Besten aus- oder zumindest vom Guten.
Hätten wir keine Hoffnung, würden wir die Köpfe in den Sand stecken, wäre es dunkel um uns und in uns. Genau das ist ja Auferstehung- aus dem Dunkel heraus wieder anzufangen zu leben. Auferstehung und Hoffnung haben ganz viel miteinander zu tun.
Selbst nach dem Tod haben wir doch die Hoffnung, dass es unsere Lieben wieder guthaben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung siegt. Und das Leben, die Liebe, das Licht.
Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass mit Ostern etwas passiert ist? In uns Menschen? Die Passionszeit ist vorbei. Ich habe das Gefühl, es ist heller um uns herum, obwohl wir noch mitten in der Krise sind. Als wenn Kraft, Mut, Zuversicht und Fröhlichkeit zurückgekehrt sind. Wenigstens ein bisschen.
Nach dem Schwarz und dem Dunkel der Karwoche kam mit der Auferstehung Jesu ein Aufatmen. Gott hilft uns dabei. Wir werden wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung, damit wir wieder rauskriechen aus den Gräbern unserer Traurigkeit und unseres Elends.
Nach dieser „Auferstehung“ können wir wieder neu aufgerichtet und lebendig zurückblicken auf das, was wir gemeistert haben in diesen schlechten Zeiten und spüren wie wir daran gewachsen sind.
Wir stehen auf aus unseren persönlichen Krisen. Jesus ist sogar von den Toten auferstanden. Hat den Stein vor seinem eigenen Grab zu Seite gerollt. Was für ein Kraftakt. Auch für uns, wenn wir am Boden liegen und wieder aufstehen. Oder wenn wir gar irgendwie schon tot sind. Mutlos. Kraftlos. Trostlos. Innerlich tot. Wenn wir denken, es hat alles keinen Sinn mehr. Aber wenn wir glauben, kommt dann die Hoffnung, die Gott uns durch seine große Barmherzigkeit schenkt.
Grün ist die Hoffnung.
Ostern würde nicht in den Herbst passen… Diese Jahreszeit bringt so viel Leben. Wenn nicht alleine das Hoffnung schenkt. Hoffnung auch darauf, dass das Leben aus „Corona“ wieder aufersteht.
Genießen Sie den Frühling und diese fröhliche österliche Zeit!
Anja Telkamp