Wochenandacht zum 4. Advent
20.12.2020
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! <Philipper4, 4.5b>
Die Welt steht Kopf! So eine Adventszeit wie diese haben wir sicher alle noch nicht erlebt. Es steht uns ein Weihnachtsfest bevor, das anders sein wird, als alle Weihnachtsfeste zuvor.
„Freuet euch!“ fordert der Wochenspruch für den 4. Advent auf.
Freuen? - Gibt es Gründe sich zu freuen, in dieser Adventszeit 2020? In einer Zeit von weltweiter Krankheit und so vielen Toten? Unsicherheiten, Ängsten und Einsamkeit? Fehlen von liebgewonnenen Traditionen und großem Vermissen?
Ich sage: JA! Die gibt es.
Gott kommt auf die Erde. Zu uns!
Wenn wir das glauben und uns eingestehen, dass wir gerade in dieser Krise noch verlorener wären ohne Gott, und er wirklich kommt und schon nahe ist- dann ist das doch wirklich ein riesiger Grund, sich zu freuen. Oder?
In diesem Jahr und gerade während dieses Lockdowns in der Adventszeit ist es wirklich düster. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht spürt, dass sein Leben von Corona überschattet ist.
Wir schlafen mit Sorgen ein und wachen mit Ängsten auf. Weihnachtsfeierlichkeiten mit der Familie bringen nie geahnte Überlegungen mit sich. Wir feiern Heiligabend nichtmal einen Gottesdienst zusammen.
Wie wird es werden dieses Weihnachten?
Aber: Der Herr ist nahe!
In allen schönen Dingen- und seien sie noch so klein- können wir ihn auch jetzt entdecken. Und uns freuen: An schönen Begegnungen, guten Nachrichten, ein paar Sonnenstrahlen an trüben Tagen, einem liebevollen Blick über der Maske.
Gott kommt! Und er will uns stärken und trösten. Ohne ihn wäre alles noch viel schlimmer.
Das IST ein Grund zur Freude!
„Freuet euch!“ Nach dem Dunkel, dem Leid, dem Elend kommt immer wieder das Licht. Weihnachten ist nicht mehr fern.
Schritt für Schritt wird es heller, heute brennen schon vier Kerzen auf unseren Adventskränzen. Bald leuchtet der Tannenbaum. Vielleicht umso heller, weil die Welt kopf steht.
Jedes Jahr feiern wir auf´s Neue Weihnachten, damit wir es nicht vergessen, dass Gott als kleines Menschenkind zu uns Menschen kam, um uns zu retten. Um uns Frieden zu bringen, auch inneren.
In diesem „besonderen Jahr“ wird es uns vielleicht auch besonders bewusst:
Mitten in der Nacht leuchet ein heller Stern! Was für eine Freude!
Einen gesegneten vierten Advent wünscht Ihnen und Euch Anja Telkamp