Wöchentliche Kurz-Predigt zum Wochenspruch von Pastor Philipp Kurowski
18.03.2020
3. Sonntag der Passionszeit- Okuli. "Meine Augen sehen stets auf den Herrn." Psalm 25,15
Jesus sagt: "Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes." (Lukas 9,62)
Jesus malt uns wieder so ein schönes Bild aus der Landwirtschaft. Wenn du eine grade Furche ziehen willst, suche dir ein Ziel ganz vorne, und guck nicht ständig nach hinten. Gerade mit Gespannen verzieht man da leicht die Zügel, und es wird alles krumm und schief.
Es ist geschickt, nach vorne zu schauen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn ich weiß, wo ich hinwill, wird der Weg dahin auch gerade, als wenn ich ungewiss und unsicher umherirre, und am Ende gar im Kreis laufe.
Das gilt auch in Zeiten der Krise. Blicken wir nicht auf Fehler, die vielleicht schon gemacht wurden. Blicken wir auch nicht nur auf die Einschränkungen und Schwierigkeiten, die uns jetzt betreffen. Werfen wir den Blick weit nach vorn und freuen uns auf den Augenblick, wo wir es hinter uns haben werden. DANN blicken wir zurück, und werden dankbar sein.
Das gilt auch für das Leben als Christ, für den Glauben oder wie Jesus es ausdrückt, für das Reich Gottes. Ihr müsst wissen, wo es hingeht, sagt er. Was steht ganz am Ende? Und er selbst ist die Antwort. Er, Jesus Christus steht am Ende, auf ihn läuft alles zu. Wenn wir ihn fest im Blick behalten, wissen wir, wo es langgeht.
Damit sind nicht alle Steine im Acker weg. Am Ende wird unsere Furche nicht schnurgrade sein. Aber wir werden bei ihm ankommen und am Ende dankbar sagen: Gut, dass du da warst.
Amen.